Biografie

Bérengère Le Boulair – Französische Singer-Songwriterin und Geigerin zwischen Klassik, Chanson und radikaler Ehrlichkeit

Als Bérengère Le Boulair nach einem lebensbedrohlichen Infekt begann, Songs in ihrer Muttersprache zu schreiben, war das keine künstlerische Entscheidung – es war eine innere Notwendigkeit. Nach über 20 Jahren als professionelle Geigerin, mehr als 500 Konzerten und Auftritten u. a. mit Omara Portuondo und Wynton Marsalis wagte sie einen konsequenten Neuanfang. Die studierte Violinistin (Universität Mozarteum Salzburg, mit Auszeichnung) entwickelte sich zur französischen Singer-Songwriterin mit klarer künstlerischer Haltung. Heute verbindet sie ihre klassische Virtuosität mit Chanson, Rhythmus und Stimme – direkt, körperlich und ohne Filter. Das Publikum erlebt ihre Konzerte als intensive Einheit aus Musik und Ausdruck: eine „musikalische und gefühlvolle Wellenbewegung, die auch den letzten Zuhörer ergriff“ (Reporter Oldenburg, 2026). Auf Festivals wie dem Superkunst- und Classical Beat Festival sowie mit ihrer Debüt-EP Prémices hat sie sich bereits eine stetig wachsende Hörerschaft in Deutschland und Frankreich aufgebaut. Ihre Debüt-EP Prémices inklusive Tour umfasste über 15 Konzerte, 5.000 Streams auf Spotify und 6.000 Aufrufe auf YouTube. Mit ihrer neuen Single „Yama“, die am 1. Mai 2026 erschienen ist, widmet sich Bérengère einem zentralen Prinzip des Ashtanga Yoga: dem bewussten Loslassen von allem, was uns vom Wesentlichen trennt. In einer Zeit, in der wir als Gesellschaft an alten Mustern festhalten, obwohl die Welt sich längst verändert hat, stellt „Yama“ eine unbequeme Frage: Was können wir loslassen, um uns wirklich zu entwickeln? Vielleicht ist es Zeit für weniger — nicht für mehr. Das begleitende Live-Video unterstreicht diesen Anspruch eindrucksvoll: Bérengère steppt, spielt Geige und singt gleichzeitig – live und ohne Schnitt. Begleitet von Lin Chen (Cajón) und Saskia Schmidt Enders (Piano) entsteht ein Moment, in dem Stimme, Körper und Instrument eins werden – hörbar echt, mit allen Imperfektionen. In einer Zeit zunehmender Künstlichkeit ist das ein klares künstlerisches Statement. „Yama“ ist der Auftakt zu einem Jahr voller Live-Veröffentlichungen und Teil einer bereits laufenden Frühjahrstour – ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Interview